Freitragendes Schiebetor: Platzbedarf, Fundament und Preise
Ein freitragendes Schiebetor schwebt über der Einfahrt. Keine Bodenschiene, kein Laub im Laufweg, kein Eis im Winter. Dafür braucht es seitlich mehr Platz, und genau darum geht es auf dieser Seite.

- Das Tor hängt in einer Tragschiene und läuft auf zwei Rollenwagen im Pfosten. Der Boden bleibt frei.
- Platzbedarf: Durchfahrtsbreite plus rund 40 bis 50 Prozent seitlicher Freiraum.
- Die richtige Wahl bei Gefälle, Kopfsteinpflaster, Laub und Frost.
- Fundament: ein durchgehendes Streifenfundament auf der Laufseite, frostfrei rund 80 cm tief.
- Manuell oder elektrisch erhältlich, Standardgrößen zum Bestellen im Online-Shop, individuelle Maßanfertigung als Angebot.
Freitragendes Schiebetor konfigurieren und Preis sehen
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Modell wählen, Maße eingeben, Ausführung festlegen: Der Preis rechnet live mit. Am Ende fordern Sie mit einem Klick das Angebot für genau diese Konfiguration an.
So funktioniert ein freitragendes Schiebetor
Am unteren Rand des Torblatts ist eine Tragschiene angeschweißt, meist ein Profil von rund 95 × 85 mm. Diese Schiene läuft über zwei Rollenwagen, die im Laufpfosten sitzen. Das Tor trägt sich also selbst, daher der Name freitragendes System. Zwischen Torunterkante und Boden bleiben je nach Modell sechs bis zehn Zentimeter Luft.
Damit die Stabilität stimmt, muss das Torblatt über die Durchfahrt hinaus verlängert werden. Dieser Teil heißt Gegengewicht oder Auskraglänge und fährt beim Öffnen mit aus. Er ist der Grund für den zusätzlichen Platzbedarf und zugleich der Grund dafür, dass unten nichts im Weg ist. Jede Anlage wird für ihre Größe statisch berechnet: Das Gewicht des Tores, die Auskraglänge und die Windlast der Füllung bestimmen Profilstärke und Rollenwagen.
Wie viel Platz Sie brauchen
| Lichte Durchfahrt | Gesamtlänge Tor | Freiraum seitlich |
|---|---|---|
| 3,0 m | rund 4,3 m | ab 4,3 m gerade Linie |
| 4,0 m | rund 5,7 m | ab 5,7 m gerade Linie |
| 5,0 m | rund 7,0 m | ab 7,0 m gerade Linie |
| 6,0 m | rund 8,4 m | ab 8,4 m gerade Linie |
Die Werte sind Richtwerte für die Planung, das genaue Maß hängt vom Modell ab. Wichtig ist nicht nur die Gesamtlänge, sondern dass die Fläche gerade und frei ist: kein Baum, kein Vorsprung, kein Stromkasten, keine Böschung. Rechnen Sie Ihre Zufahrt mit dem Platzrechner durch:
Wie viel Platz braucht Ihr Tor seitlich?
Faustregel für die Planung: Ein freitragendes Tor braucht neben der Einfahrt rund das Anderthalbfache seiner Breite für Gegengewicht und Führung. Mit Laufschiene reicht die Torbreite plus etwa einen halben Meter.
Wann sich freitragend lohnt
Freitragend
Wenn seitlich Platz ist
- checkKeine Bodenschiene: Laub, Kies und Eis stören nicht
- checkFunktioniert bei ansteigender oder abfallender Einfahrt
- checkNichts im Boden, das beim Pflastern eingelassen werden muss
- checkBarrierefrei überfahrbar, kein Absatz in der Durchfahrt
- removeBraucht rund 40 bis 50 Prozent mehr Platz zur Seite
Mit Laufschiene
Wenn der Platz knapp ist
- checkWeniger seitlicher Freiraum, Durchfahrt plus rund 0,5 m
- checkGünstiger, weil das Torblatt kürzer ausfällt
- removeSchiene muss sauber im Pflaster liegen und frei bleiben
- removeBei Frost und Laub anfällig
- removeBraucht einen ebenen Laufweg ohne Gefälle
Der ausführliche Vergleich mit allen Kriterien steht im Ratgeber freitragend oder Laufschiene. Für kleine private Grundstücke ohne seitlichen Platz sind ein Flügeltor oder ein Falttor die passende Alternative; Sie sollten diese Frage vor dem Bau des Fundaments klären.
Fundament für ein freitragendes Schiebetor
Ein freitragendes Tor überträgt sein gesamtes Gewicht auf eine Seite. Deshalb reicht kein Punktfundament: Auf der Laufseite kommt ein durchgehendes Streifenfundament, das die Länge des ausgefahrenen Tores aufnimmt und frostfrei gegründet ist, in Deutschland rund achtzig Zentimeter tief. Der Untergrund sollte tragfähig sein; auf Bauschutt oder aufgefülltem Grund ist ein breiteres Fundament erforderlich.
- Aufmaß
Durchfahrt, Freiraum, Gefälle und Lage des Stromanschlusses. Daraus ergibt sich die Auskraglänge.
- Fundament
Streifenfundament auf der Laufseite, Punktfundament auf der Anschlagseite, mit Leerrohr für den Antrieb.
- Pfosten setzen
Laufpfosten und Anschlagpfosten exakt lotrecht und fluchtend, danach aushärten lassen.
- Tor und Antrieb
Torblatt einsetzen, Rollenwagen justieren, Antrieb montieren, Endlagen und Kraftbegrenzung einstellen.
Größen, Material und Ausführung
Standardgrößen bis 5,0 m ab Lager, größere Anlagen als Maßanfertigung mit verstärkter Tragschiene.
Bei einer Höhe über 1,80 m steigt die Windlast deutlich, dann empfehlen wir Lochblech statt Vollfüllung.
Nach DIN EN ISO 1461, danach pulverbeschichtet. Das Duplex-System hält deutlich mehr aus als beide Schichten einzeln.
Je blickdichter, desto mehr Wind greift an. Lochblech wirkt aus einigen Metern geschlossen und lässt Luft durch.
Genug für Unebenheiten und Schnee, zu wenig für Katzen. Wer das nicht will, ergänzt eine Bürstenleiste.
Mit Sanftanlauf, Lichtschranke und App-Anbindung. Details unter Torantriebe.
Konstruktion und Qualität: Schiebetor aus Stahl oder Aluminium?
Ein freitragendes Schiebetor ist ein Produkt, bei dem Material und Konstruktion über die Langlebigkeit entscheiden. Unsere Tore haben einen Rahmen aus hochwertigem Stahl mit robuster, statisch berechneter Tragschiene; die Verzinkung nach DIN EN ISO 1461 und die Pulverbeschichtung gewährleisten eine lange Lebensdauer ohne Rost, mit zehn Jahren Garantie. Aluminium ist als Füllung oder für leichte Tore bis etwa 4 m eine Option: Das leichtere Material reduziert das Gewicht des Tores und damit die Anforderungen an Fundament und Motor, bei sehr breiten Anlagen ist die stabile Stahlkonstruktion aber die bessere Lösung. Welche Profile wir verwenden und welche Optionen es bei Höhe und Design gibt, zeigen wir Ihnen gern in unserem Zaunpark.
Das moderne Design folgt der Zaunlinie: horizontale Profile der Linie Modern, dichte Lamellen von Home Inclusive, Lochblech der Linie Lux oder eine Doppelstabmatten-Füllung, die sich optimal mit einem Doppelstabmattenzaun verbinden lässt. Individuelle Optionen wie Sonderfarbe, Hausnummer im Torblatt oder eine Schlupftür fertigen wir nach Maß; als Partner des Herstellers Wiśniowski liefern wir direkt ab Werk, aus hochwertigem Material und mit der Sicherheit von zehn Jahren Garantie.
Hofschiebetore: derselbe Begriff, andere Suche
Hofschiebetor, Hoftor, Einfahrtstor, Grundstückstor: Gemeint ist immer dasselbe Bauteil. Der Begriff Hofschiebetor stammt aus der Landwirtschaft und aus dem Gewerbe, wo Höfe eingefriedet wurden, und hat sich für die breiten Anlagen gehalten. Technisch unterscheidet sich ein freitragendes Hofschiebetor nicht von einem Einfahrtstor am Einfamilienhaus, nur die Größe ist meist üppiger.
Ab etwa 8 m Durchfahrt wechseln wir in die Industriebaureihe mit stärkerer Laufschiene, weil das Torblatt sonst durchhängt. Die Baugrößen stehen unter Industrieschiebetore.
Freitragend und elektrisch zusammen
Die häufigste Kombination bei uns ist die freitragende Anlage mit elektrischem Torantrieb. Beides passt gut zusammen, weil die Bauart dem Motor entgegenkommt: Es gibt keine Bodenschiene, die im Winter zufriert und die Automatik gegen Widerstand fahren lässt, und das Torblatt läuft in einer geführten Schiene statt über den Boden. Genau deshalb sind Störungen bei dieser Kombination seltener als bei Anlagen auf Laufschiene.
Praktisch heißt das: Die Zahnstange ist ab Werk vorgesehen, der Antriebspfosten steht auf demselben Streifenfundament, und die Stromzuführung wird im selben Graben verlegt wie das Fundament. Zur Sicherheit gehören Kraftbegrenzung und Lichtschranke nach DIN EN 12453; die Sicherheit einer kraftbetätigten Toranlage ist Pflicht, kein Zubehör. Was der elektrische Antrieb können muss, wie er öffnen und schließen überwacht und welche Sicherheitstechnik vorgeschrieben ist, steht unter elektrische Schiebetore. Wer die Anlage zunächst von Hand schieben möchte, findet die Varianten unter manuelles Schiebetor.
Was ein freitragendes Schiebetor kostet
Der Preis liegt über dem eines Tores auf Laufschiene, und das hat zwei Gründe. Das Torblatt fällt rund vierzig Prozent größer aus, weil das Gegengewicht dazukommt. Und das Fundament ist aufwendiger: Statt zweier Punktfundamente ist auf der Laufseite ein durchgehendes Streifenfundament über den vollen Fahrweg erforderlich. Im Konfigurator kostet das freitragende Torblatt mit 4 m Durchfahrt 2.110 Euro (Classic), 2.470 Euro (Doppelstabmatte) oder 3.005 Euro (Modern); komplett montiert mit zwei Pfosten, Fundament und Pfostenantrieb PRO liegt die Anlage bei 5.500 bis 7.200 Euro, ohne Motor rund 1.230 Euro weniger.
Wer ein solches Tor kaufen will, erhält bei uns entweder das komplette Set aus Torblatt, Pfosten, Laufwerk und Endanschlägen zum Bestellen im Online-Shop oder die fertig montierte Anlage inklusive Fundament als Angebot. Elektrisch kostet die freitragende Bauart nicht mehr als jede andere, weil der Schiebetorantrieb derselbe ist.
Dafür entfällt ein ganzer Ausfallgrund, die Durchfahrt bleibt schwellenlos und im Belag liegt nichts, was beim Pflastern eingelassen werden müsste. Über die Nutzungsdauer gerechnet ist das in den meisten Fällen die langlebige und günstigere Lösung. Welche sechs Faktoren den Preis bestimmen und woran Sie ein belastbares Angebot erkennen, steht unter Schiebetor Preise. Warum Angebote aus polnischer Fertigung günstiger aussehen, als sie am Ende sind, erklärt der Ratgeber Schiebetor aus Polen.
Lieferung und Montage in ganz Deutschland
Geliefert wird deutschlandweit frei Haus, ohne Frachtkosten. Montiert wird vom eigenen Team: rund um Berlin kurzfristig, in den übrigen Regionen als geplante Tour, sobald mehrere Projekte anstehen. Für achtzehn Städte gibt es eigene Seiten mit den Stadtteilen, der Zaunhöhen-Regel des jeweiligen Bundeslandes und Projekten aus der Region, darunter Bonn, Stuttgart, Köln und München. Die vollständige Liste steht unter Regionen.
Schicken Sie uns die Durchfahrtsbreite und ein Foto. Wir sagen Ihnen, ob der seitliche Platz reicht, und Sie erhalten ein Angebot innerhalb von 48 Stunden.
Häufige Fragen
Wie viel Platz braucht ein freitragendes Schiebetor?add
Als Faustregel die Durchfahrtsbreite plus vierzig bis fünfzig Prozent. Bei 4 m Durchfahrt sind das rund 5,7 m freie, gerade Fläche neben der Zufahrt.
Funktioniert das Tor bei Gefälle?add
Ja, das ist einer der Hauptgründe für die Bauart. Die Anlage läuft in ihrer eigenen Schiene und folgt nicht dem Gelände. Wichtig ist nur, dass die Unterkante über den höchsten Punkt der Zufahrt passt.
Welches Fundament benötigt ein freitragendes Schiebetor?add
Ein frostfreies Streifenfundament auf der Laufseite über die volle ausgefahrene Länge, rund 80 cm tief, plus ein Punktfundament für den Anschlagpfosten.
Kann ein freitragendes Tor nachträglich automatisiert werden?add
Ja, wenn Platz für den Motor und eine Stromzuführung vorhanden sind. Was dabei zu prüfen ist, steht unter Torantrieb nachrüsten.
Wie laut ist so ein Tor?add
Leiser als erwartet. Das Geräusch kommt weniger vom Motor als von den Rollen in der Tragschiene. Saubere Laufwagen und eine korrekt ausgerichtete Anlage sind der beste Schallschutz.
Was kostet ein freitragendes Schiebetor?add
Das Torblatt mit 4 m Durchfahrt kostet 2.110 bis 3.675 Euro je nach Modell, mit Motor, Pfosten und Montage 5.500 bis 7.200 Euro; ohne Motor rund 1.230 Euro weniger. Der genaue Preis hängt an Breite, Füllung und Untergrund. Alle Preise: Konfiguratorpreise von Löwe inkl. 19 % MwSt., Stand September 2026, ohne Versand; Aktionsrabatte sind bereits enthalten.
Ist ein Hofschiebetor dasselbe?add
Ja, technisch identisch. Der Begriff kommt aus Landwirtschaft und Gewerbe und meint meist breitere Anlagen. Ab etwa acht Metern Durchfahrt bauen wir die Industriebaureihe.
Gibt es die freitragende Bauart auch elektrisch?add
Ja, das ist sogar die häufigste Ausführung, manuell oder elektrisch ist nur eine Frage des Antriebs. Die Zahnstange ist ab Werk vorgesehen, der Motor kommt heute oder später dazu.
