Schiebetorantrieb: Zahnstange, Motor und Montage
Ritzel und Zahnstange: das Prinzip ist einfach und seit Jahrzehnten bewährt. Worauf es bei Motor, Zahnstange, Montage und Endlagen ankommt.

- Der Motor treibt ein Ritzel (Stirnrad), das in die Zahnstange am Torblatt greift; die Kraftübertragung ist einfach und stabil.
- Der passende Antrieb wird nach Torgewicht und Länge gewählt, nicht nach der Breite der Einfahrt.
- Stahl-Zahnstange Modul 4 oder Kunststoff mit Stahlkern: Metall hält länger, Nylon läuft leiser.
- Lichtschranke, Kraftbegrenzung und Endanschläge gehören zu jeder elektrisch betriebenen Anlage; Zubehör wie Fernbedienung und Codetaster direkt dazu.
Wie der Schiebetorantrieb arbeitet
Der Motor treibt ein Zahnrad an, das in eine Zahnstange am Torblatt greift. Dreht sich das Ritzel, wandert das Tor. Diese Mechanik hat den Vorteil, dass sie kräftig, robust und leicht zu warten ist, und sie ist für Schiebetore jeder Bauart geeignet, freitragend oder auf Bodenschiene; das erklärt, warum die Zahnstange für Schiebetore seit Jahrzehnten der Standard ist. Das Prinzip zeigt sich bereits am Einfahrtstor eines Einfamilienhauses genauso wie am großen Hoftor. Die Steuerung mit Sanftanlauf sorgt für eine gleichmäßige Bewegung ohne Ruckeln, überwacht die Kraft und stoppt, sobald das Torblatt auf Widerstand trifft; das schützt Personen und mindert den Verschleiß.
Die Stahl-Zahnstange ist langlebiger und lauter, Nylon mit Kern leiser. Beide werden durchgehend verschraubt, nicht punktuell.
Zahnstange und Ritzel müssen zueinander passen. Modul 4 ist bei privaten und gewerblichen Toren Standard, Modul 6 bei schweren Industrieanlagen.
Der Antrieb sitzt neben dem Laufpfosten auf einem eigenen Fundament, ausgerichtet auf die Zahnstange.
Nocken oder Magnete melden die Endposition. Zusätzlich gehören mechanische Anschläge an beide Enden.
Gehäuse im Außenbereich. In Küstennähe und bei starker Verschmutzung höhere Schutzart wählen.
Welcher Schiebetorantrieb passt zu Ihrem Tor?
Die Auswahl richtet sich nach dem Torgewicht, der Torlänge und der Zahl der Fahrten am Tag. Ein Modell für 400 kg bewegt das Standardtor mit Profilfüllung bis 5 m, ein schweres Torblatt mit Vollblech oder ein Hoftor mit 8 m braucht 600 bis 800 kg Auslegung. Wichtig ist, richtig zu rechnen: Ein blickdichtes Torblatt wiegt schnell doppelt so viel wie ein offenes, und Wind auf der Fläche kommt hinzu. Wer täglich mehr als zwanzig Fahrten hat, wählt einen Antrieb für Dauerbetrieb mit Ölbadgetriebe; ein günstiger Haushaltsantrieb ist dafür nicht geeignet. Batteriebetriebene Solar-Sets gibt es für kleine, selten genutzte Anlagen ohne Stromanschluss. Wir empfehlen, den passenden Antrieb zusammen mit dem Tor zu planen, weil Zahnstange, Fundament und Leerrohr dann bereits vorbereitet sind.
| Gewicht | Torlänge | Antrieb | Preis ab (inkl. Einbau) |
|---|---|---|---|
| bis 400 kg | bis 6 m | Pfostenantrieb PRO (Wiśniowski) | 1.077 Euro Antrieb, ca. 1.920 Euro mit Einbau |
| bis 400 kg | bis 6 m | Pfostenantrieb PRO-FAST, schneller | 1.319 Euro Antrieb, ca. 2.160 Euro mit Einbau |
| bis 600 kg | bis 6 m | Pfostenantrieb Sommer (Alu-Tore) | 1.231 Euro Antrieb |
| bis 1.500 kg | bis 12 m | Industrie-Pfostenantrieb PRO | auf Anfrage |
Die drei häufigsten Montagefehler
- Zahnstange zu stramm. Zwischen Ritzel und Zahnstange gehört rund ein Millimeter Luft. Wer sie auf Anschlag setzt, verschleißt beides in wenigen Jahren; die Anlage beginnt zu ruckeln und zu klappern.
- Antriebsfundament zu klein. Das Gehäuse muss fest und lotrecht stehen. Bewegt es sich, verändert sich der Eingriff und der Antrieb mahlt.
- Zuleitung im selben Rohr wie Steuerleitungen. Netzspannung und Kleinspannung gehören getrennt, sonst gibt es Störungen an Lichtschranke und Funkempfänger.
Zubehör und Ersatzteile
Zu jedem Schiebetorantrieb gehören Lichtschranke, zwei Fernbedienungen und Warnleuchte; Codetaster, Schlüsselschalter, App-Modul, Akkupuffer und Kennzeichenerkennung kommen als Zubehör dazu, ideal für Tore und Türen an einem Sender. Ersatz-Zahnleisten aus Metall (1 m) und aus Nylon mit Stahlkern (50 cm), Ritzel, Endschalter, Trafo und Steuerung für Wiśniowski-Antriebe liefern wir ab Lager, sicher verpackt in zwei bis vier Werktagen; die Artikel stehen unter Zubehör. Besonders gefragt: die Schiebetor-Zahnstange als Meterware für die Verlängerung des gesamten Laufwegs. Wer sein Tor nachrüsten möchte, findet die Prüfliste unter Torantrieb nachrüsten, die komplette Anlage unter elektrisches Schiebetor.
Wir prüfen Laufwerk und Fundament und bauen den Antrieb am Tor inklusive Sicherheitstechnik und Einstellung ein, deutschlandweit.
Häufige Fragen
Wie schnell öffnet ein Schiebetor?add
Übliche Antriebe fahren rund zwanzig Zentimeter pro Sekunde. Ein Vier-Meter-Torblatt braucht damit etwa zwanzig Sekunden inklusive Sanftanlauf und Sanftstopp.
Zahnstange aus Stahl oder Kunststoff?add
Metall für schwere und gewerblich genutzte Tore, Nylon mit Stahlkern für leise private Anlagen bis etwa 600 kg. Beide in Modul 4, passend zum Ritzel. Sie sollten die Schiebetor-Zahnstange nie mischen, sondern durchgehend gleich wählen.
Kann der Antrieb im Boden verschwinden?add
Es gibt Bodenantriebe, sie sind aber aufwendiger und brauchen eine zuverlässige Entwässerung. Für den Regelfall ist der Pfostenantrieb die bessere Lösung.
Wie oft muss die Zahnstange geschmiert werden?add
Nylon-Zahnleisten laufen trocken und dürfen nicht gefettet werden, weil Fett Schmutz bindet. Zahnleisten aus Metall werden nach Herstellerangabe sparsam geschmiert.
Was kostet ein Schiebetorantrieb?add
Der Pfostenantrieb PRO kostet 1.077 Euro (regulär 1.539 Euro), mit E-Anschluss und Feinjustierung rund 1.920 Euro; Fernbedienung 75 Euro, Lichtschranke 135 Euro, Ersatzmotor 429 Euro, Steuerung ST-3 499 Euro. Alle Preise: Konfiguratorpreise von Löwe inkl. 19 % MwSt., Stand September 2026, ohne Versand; Aktionsrabatte sind bereits enthalten.
