Solarcarport: Strom erzeugen, wo das Auto lädt
Strom erzeugen, wo das Auto steht. Der wirtschaftlichste Fall der Photovoltaik, wenn ein Elektroauto darunter geladen wird.

- Ein Solarcarport trägt 3 bis 4 kWp je Stellplatz, ein Doppelcarport 6 bis 8 kWp; das sind 3.500 bis 8.000 kWh Solarstrom im Jahr, ein jährlicher Ertrag, der den Verbrauch vieler Haushalte deckt.
- Kosten: Einzelcarport mit Solaranlage ab rund 12.000 Euro montiert, Doppelcarport mit 7 kWp 20.000 bis 28.000 Euro, Umsatzsteuer 0 Prozent auf die Anlage.
- Mit Ladestation und E-Auto liegt der Eigenverbrauch bei 60 bis 80 Prozent; das ist der wirtschaftlichste Fall der Solaranlage.
- Bauformen aus Aluminium oder Holz, freistehend oder am Haus; bestehende Carports lassen sich nachrüsten, wenn Statik und Dichtheit passen.
- Leitungen, Wechselrichter und Anmeldung beim Netzbetreiber planen wir mit; Montage in ein bis zwei Tagen.
Was ist ein Solarcarport?
Ein Solar Carport ist ein Carport, dessen Dach aus Solarmodulen besteht oder mit Modulen belegt ist. Die Solarmodule ersetzen die Dacheindeckung, liegen in einem Rinnensystem und leiten Regen ab; darunter stehen die Fahrzeuge trocken, und der erzeugte Strom fließt über den Wechselrichter ins Haus, in die Ladestation oder in den Speicher. Im Vergleich zur PV-Anlage auf dem Hausdach braucht die Solaranlage auf dem Carport keine Arbeiten an der Dachhaut, keine Gerüste und keine Durchdringungen; die Fläche ist frei von Kaminen und Gauben, und die Neigung lässt sich planen. Der Carport wird bei uns aus Aluminium gebaut, pulverbeschichtet in der Farbe von Zaun und Tor; Aluminium oder Stahl tragen die Module ohne Verstärkung, Holz ist als Bauform auf Wunsch möglich, braucht aber Pflege und eine höhere Konstruktion für dieselbe Schneelast. Größe und Material bestimmen den Preis: Ein Carport für zwei Fahrzeuge trägt doppelt so viele Solarmodule wie der Einzelcarport, kostet aber nicht das Doppelte.
Der Carport ist der beste Ort
Eine Solaranlage rechnet sich über den Eigenverbrauch, nicht über die Einspeisung ins öffentliche Netz. Und der wirtschaftlichste Verbraucher, den ein Haushalt hat, ist ein Elektroauto, das tagsüber unter genau diesem Dach steht: Der Solarstrom fließt vom Modul über die Wallbox in den Akku, ohne Umweg über das Netz. Eine Ladestation mit 11 kW lädt mit dem, was die Anlage gerade liefert, wenn die Steuerung Überschussladen beherrscht; an sonnigen Tagen sind das 20 bis 30 kWh, genug für 150 Kilometer. Je höher der Eigenverbrauch, desto besser die Rechnung: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart rund 30 Cent, jede eingespeiste bringt nur 8 Cent.
Eine Doppelcarport-Fläche trägt damit rund 6 bis 8 kWp, je nach Modultyp und Dachneigung.
Typischer Wert für Deutschland, im Süden mehr als im Norden.
Anmeldepflichtig beim Netzbetreiber, ab 12 kW genehmigungspflichtig.
Das Auto lädt nur mit dem, was die Anlage gerade liefert. Braucht eine Steuerung, die beides kennt.
Für das Laden am Abend; erhöht den Eigenverbrauch auf 70 bis 80 Prozent, kostet 4.000 bis 8.000 Euro.
Genug, damit Regen die Module reinigt und Schnee abrutscht.
Die Konstruktion wird für beides ausgelegt, nicht nachträglich beladen.
Was kostet ein Solarcarport?
| Solar-Carport | Stellplätze | Leistung | Ertrag pro Jahr | Preis montiert |
|---|---|---|---|---|
| Einzelcarport Aluminium | 1 | 3,5 kWp | ca. 3.500 kWh | 12.000 bis 16.000 Euro |
| Doppelcarport Aluminium | 2 | 7 kWp | ca. 7.000 kWh | 20.000 bis 28.000 Euro |
| Doppelcarport mit Ladestation und Batterie 8 kWh | 2 | 7 kWp | ca. 7.000 kWh | 28.000 bis 36.000 Euro |
| Bestehenden Carport nachrüsten | 2 | 6 kWp | ca. 6.000 kWh | 9.000 bis 14.000 Euro |
Die Kosten liegen damit bei 1.500 bis 2.000 Euro pro kWp für die Solaranlage plus 6.000 bis 12.000 Euro für den Carport selbst; ein normaler Carport ohne Module ist entsprechend günstiger, klassische Carports mit Sandwichdach kosten 6.000 bis 15.000 Euro. Auf Module, Wechselrichter, Batterie und Installation gilt für Wohngebäude bis 30 kWp der Nullsteuersatz, auf die Konstruktion 19 Prozent Umsatzsteuer; beides weisen wir getrennt aus.
Eigenverbrauch, Einspeisung und Wirtschaftlichkeit
Entscheidend für die Rechnung ist der jährliche Ertrag und wie viel davon im Haus bleibt. Bei 30 Cent pro Kilowattstunde Strompreis und 70 Prozent Eigenverbrauch spart ein Doppelcarport mit 7 kWp und 7.000 kWh pro Jahr rund 1.500 Euro jährlich, dazu kommen etwa 8 Cent pro kWh Einspeisevergütung für den Strom, der ins öffentliche Netz fließt; die Anlage rechnet sich so in 10 bis 12 Jahren, mit E-Auto deutlich schneller, weil der Eigenverbrauch höher liegt. Wer die Anlage nutzen möchte, um Wärmepumpe und Auto zu versorgen, erreicht in Deutschland typische Eigenverbrauchsquoten von 60 bis 80 Prozent; ohne diese Verbraucher lohnt sich der Speicher besonders. Mögliche Förderung gibt es über KfW-Kredite und regionale Programme einzelner Bundesländer und Kommunen, teils speziell für Solar Carports mit Ladestation; die Einspeisevergütung ist bundesweit gleich.
Anbieter vergleichen: worauf es ankommt
Angebote von Anbietern sollten Sie nach gleicher Leistung in kWp, Modultyp, Batterie und enthaltener Montage vergleichen; ein Preis inklusive Montage, Fundamente, Wechselrichter und Anmeldung ist die Basis, ein reiner Bausatzpreis nicht. Wichtig ist außerdem, ob der Anbieter Carport und PV-Anlage aus einer Hand liefert oder zwei Gewerke koordiniert werden müssen; bei uns kommen Konstruktion, Module und Elektriker gemeinsam, und die Solaranlage wird für Wind- und Schneelast im jeweiligen Bundesland gerechnet. Unser Angebot ist kostenlos und unverbindlich.
Bestehenden Carport nachrüsten
Ein bestehender Carport lässt sich mit Solarmodulen belegen, wenn drei Dinge stimmen: Die Konstruktion trägt das Modulgewicht von rund 25 kg je Quadratmeter zusätzlich zur Schneelast, das Dach ist mit Rinnensystem dicht zu bekommen, und der Leitungsweg zum Zählerschrank ist frei. Bei Aluminium-Carports aus unserer Fertigung ist die Statik dafür ausgelegt; bei alten Holzcarports prüfen wir Pfosten und Sparren vor Ort, bei Stahl die Sparrenabstände. Die Installation dauert einen Tag, der Elektriker schließt am selben Tag an, und der jährliche Ertrag entspricht dem eines neuen Solar Carports gleicher Größe.
Planung, Anmeldung und Montage
Die baulichen Maße und die Frage der Genehmigung stehen unter Carport, die Torplanung im Ratgeber Einfahrtsschutz richtig planen. Zur Anlage gehören Wechselrichter mit passender Leistung, Zählerschrank-Anschluss, Anmeldung beim Netzbetreiber vor Inbetriebnahme und der Eintrag im Marktstammdatenregister; beides übernehmen wir, Sie unterschreiben. Die Montage erfolgt in ein bis zwei Tagen durch das eigene Team, deutschlandweit, mit Elektriker aus unserem Netzwerk. Weitere Flächen für Photovoltaik am Grundstück stehen unter Solarzaun und Solar-Terrassendach, die Übersicht unter Photovoltaikanlage.
Stellplatzmaße, Ausrichtung und Ihr Fahrprofil genügen für eine erste Einschätzung, kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zum Solar-Carport
Was kostet ein Carport mit Photovoltaik?add
Einzelcarport mit 3,5 kWp ab rund 12.000 Euro montiert, Doppelcarport mit 7 kWp 20.000 bis 28.000 Euro; mit Ladestation und Batterie bis 36.000 Euro. Ein normaler Carport ohne Module ist rund 6.000 bis 12.000 Euro günstiger.
Reicht der Carport, um ein E-Auto zu laden?add
Für den täglichen Bedarf vieler Pendler ja, wenn tagsüber geladen wird. Für schnelles Laden am Abend braucht es Netzstrom oder einen Speicher.
Wie viel Strom erzeugt ein Solarcarport?add
Rund 3.500 kWh pro Jahr je Stellplatz, ein Doppelcarport 6.000 bis 8.000 kWh; das deckt den Jahresverbrauch eines Haushalts oder 30.000 Kilometer mit dem E-Auto.
Brauche ich eine Genehmigung für die Wallbox?add
Ladestationen sind beim Netzbetreiber anzumelden. Ab einer bestimmten Leistung ist zusätzlich eine Zustimmung erforderlich.
Ist der Carport darunter dicht?add
Mit dichter Modulverlegung und Rinnen ja. Das muss von Anfang an so geplant werden, ein nachträglich belegtes Dach ist selten dicht.
Kann ich einen bestehenden Carport nachrüsten?add
Ja, wenn Statik, Dichtheit und Leitungsweg passen; die Umrüstung eines Doppelcarports kostet 9.000 bis 14.000 Euro.
Lohnt sich ein Solar Carport im Vergleich zur Dachanlage?add
Bei gleicher Leistung liegt der Carport etwas höher im Preis, weil die Konstruktion dazukommt; wer den Carport ohnehin baut, zahlt für die PV-Anlage nur den Aufpreis und lädt das Auto direkt mit dem eigenen Strom.
