Windows 10 und die Sache mit dem Nachfolger

F. Sinner hat gepostet

Windows und der Computer. Das ist wie Topf und Deckel. Eine Welt ohne Windows ist in der PC-Industrie eigentlich kaum vorstellbar – trotz zahlreicher hochklassiger Konkurrenten. Im Jahre 2015 erschien bislang Microsofts letzte Windows-Version mit der Nummer 10 und diese Zahl hat auch heute nach wie vor Bestand. Allerdings verstreichen die Monate und es dringen keinerlei neue Informationen ans Tageslicht, wann mit einem etwaigen Nachfolger zu rechnen ist. Was kann Windows 11? Wie wird es aussehen? Und wann wird es erscheinen?

Ein Release ist höchst unwahrscheinlich

Wir können mit der wichtigsten Antwort direkt beginnen: Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren Windows 11 erscheinen wird. Viele Analysten sind sich zudem einig, dass ein Release einer Nachfolgerversion vermutlich überhaupt nicht mehr passieren wird. Vorbei sind die Zeiten, in denen alle vier bis fünf Jahre neue Betriebssysteme erschienen sind, der Nutzer wechseln und sich an die neue Bedienoberfläche komplett neu gewöhnen musste. Wer jetzt Windows 10 besitzt, der wird auf Jahre hin die aktuellste Windows-Version besitzen. Für den User ist das eine großartige, weil superkomfortable Nachricht!

Ein dauerhafter Service hält das System frisch

Microsoft selbst sieht Windows 10 als Service-Leistung, die regelmäßig mit neuen Sicherheits-Patches und sinnvollen Funktionen erweitert wird. Der Nutzer muss die Updates wie sonst auch automatisch auf Windows 10 überspielen lassen und schon ist er auf dem neuesten Stand. Solche großen Update-Erweiterungen erscheinen in halbjährigen Zeitabständen und treiben eine stetige Windows 10 Evolution vorwärts. Die Launch-Version ist funktionell eigentlich kaum mehr erkennbar, da über die Jahre so viele Verbesserungen hinzugefügt wurden, dass es strenggenommen auch als neues Windows vermarktet werden könnte.

Sogenannte Software-as-a-service ist dauerhafter Support der das Programm frisch hält - Endnutzer haben dadurch eigentlich nur Vorteile.

Ein weiterer Vorteil: Microsoft passt das Betriebssystem so an, dass es viele Verzahnungen auch plattformübergreifend gibt und Tablets (bspw. Windows 10 im S Modus) oder die Xbox (auf Windows 10 basierend) davon profitieren. Und all das erfolgt natürlich komplett kostenlos. Wer Windows 10 also besitzt, der wird über die gesamte Lebensspanne mit kostenfreien Updates versorgt.

Potenzielles Risiko wäre zu groß

In der Vergangenheit merkte Microsoft selbst, dass nicht jede Windows-Version unbedingt gut beim Kunden angekommen ist. Windows Vista und vor allem Windows 8 waren die jüngeren Beispiele von eher unbeliebten Betriebssystemen. Und hier tritt das Problem auf: Sind Nutzer mit der alten Software noch zufrieden und lehnen die neue Software ab, wird es für Microsoft schwer, den Wechsel voranzutreiben. Und ein unzufriedener Kunde ist zudem ein potenzieller Absprungkandidat zur Konkurrenz. Deshalb war ein regelmäßiger Wechsel auf ein neues Windows-System immer mit einem gewissen Risiko verbunden, vor allem dann, wenn beliebte Altversionen nicht mehr länger offiziell unterstützt und die Leute quasi zum Umstieg gezwungen wurden. Windows 10 ist über weite Strecken sehr beliebt und Seitens Microsoft so konzipiert, dass es Windows 11 eigentlich überhaupt nicht mehr braucht. So gewinnen beide Seiten und die immer wiederkehrende Defragmentierung hat endlich ihr Ende gefunden.

Fun Fact: Warum gab es nie ein Windows 9?

Windows 9 wurde von Microsoft nicht einfach vergessen. Es gab diverse Gründe, warum man nach den Versionen 7 und 8 direkt auf die 10 gesprungen ist. Der Software-Riese aus Redmond formulierte den Grund selbst so, dass Windows 10 ein so riesiger technischer Schritt nach vorne war, dass man dies auch namentlich abgrenzen wollte. Kurz und knackig. Allerdings gibt es vermutlich noch mehrere Gründe, warum sich Microsoft für die ausgelassene Zahl 9 entschieden hatte.

Die Vermutung liegt nahe, dass Microsofts Konkurrenz maßgeblich dafür entscheidend war, Windows 9 einfach zu überspringen und stattdessen voll auf die Nummer 10 zu setzen.

Da wären zum einen der Punkt, dass man sich ganz klar vom eher unbeliebten Windows 8 abgrenzen wollte und nicht als direkter Nachfolger des unerwünschten Systems gebrandmarkt werden wollte. Ein weiterer vermutlicher Grund war der Hauptkonkurrent Apple, der zeitgleich an MacOS X (=10) arbeitete und man in Redmond vielleicht die Angst hatte, mit einem Windows 9 als Namen rückständig zu wirken. Ob die Argumentation für euch jetzt weit hergeholt klingt, wissen wir nicht, halten es aber durchaus für plausibel. So oder so – Windows 10 ist hier, um zu bleiben und weder Windows 9 noch Windows 11 werden daran jemals etwas ändern.

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Kommentar von Tobias |

Zum Thema Windows 9 klingt für mich am schlüssigsten, dass es ja schon ein Windows 95/98 gab. Und viele Programmiere damals in ihren Programmen nur if=Windows 9x schrieben....hab ich mal gehört, muss nich stimmen.

Antwort von F. Sinner

Stimmt, das war ebenfalls eine der Theorien die wir gelesen hatten. Es gibt aber noch weitaus mehr Theorien. Ist aber auch ein interessantes Thema, weil es eben so unglaublich auffällig ist =)

Liebe Grüße,

das TREKSTOR-Team

Kommentar von Haydar Postal |

Hallo habe mal ne frage wie kann ich eigentlich windows auf die ms ssd die ich von trekstor eingebaut habe installieren um den Notebook schneller zu bekommen. Habe alles schon versucht es wird mir immer angezeigt das Windows 10 für das Gerät nicht funktioniert. Habe ein surfbook a13b. Wenn Sie mir helfen können wäre ich Ihnen sehr dankbar

Antwort von F. Sinner

Hallo Haydar!

Da wäre es ein Versuch wert, mal die Testversion von Acronis auszuprobieren. Mit der Software übertragst du dein normal installiertes Betrebssystem rüber zur M.2 SSD. Das sollte funktionieren =)

Liebe Grüße,
Fabian