Wann sollte man einen E-Scooter kaufen und wann leihen?

F. Sinner hat gepostet

Moderne Elektroroller, besser bekannt unter dem Namen E-Scooter, erobern im Eiltempo nicht nur Deutschland, sondern fast die ganze Welt. Vor allem in Großstädten sind E-Scooter längst keine Seltenheit mehr und prägen zusehends das Verkehrsbild. Und obwohl beim Rollerfahren durchaus der eine oder andere Aspekt beachtet werden muss (Sicherheit, Mindestalter, Versicherung etc.) so ist es doch ein Fahrzeug für jedermann, weil es eine simple und sinnvolle Ergänzung zu den sonstigen Fortbewegungsmitteln bietet. Aber ab wann lohnt sich der Kauf eines E-Scooters? Und wann macht es vielleicht mehr Sinn, einen Roller einfach nur zu leihen? Wir klären euch auf!

Der Preis als Hauptargument

Natürlich ist das wichtigste Argument bei der Frage ob Kauf oder Leihe der Preis. Und hier lässt sich mit 100-prozentiger Sicherheit sagen: Um so öfter der E-Scooter benötigt wird, um so mehr Sinn macht ein Kauf. Leihe erscheinen auf den ersten Blick äußerst günstig, die kleinen Beträge türmen sich aber ziemlich schnell auf. Lasst uns einen Blick auf eine Beispielrechnung werfen:

  • Durchschnittspreis einer Leihe

Im Normalfall kostet die Leihe eines E-Scooters fix einen Euro – aber Vorsicht, denn normalerweise braucht man den Roller zwei Mal pro Tag (Hin- und Rückweg) der jeweils mit einem Euro veranschlagt wird. Hinzu gesellt sich ein fester Preis der durchschnittlich 18 Cent pro Minute beträgt (Achtung: Es gibt leicht billigere, aber auch bedeutend teurere Leihangebote).

  • Beispielrechner Pendler

In unserer Beispielrechnung nehmen wir einen Pendler, der 20 Tage im Monat arbeiten geht, ungefähr 2 Kilometer zur Arbeit braucht und für eine Route 10 Minuten benötigt. Er hat einen Hin- und einen Rückweg. So kommen folgende Kosten zu Stande:

  • Fixe Leihgebühr:         20 Tage x 2 Euro Leihgebühr = 40 Euro Kosten
  • Minutenpreis:             20 Minuten Fahrt x 18 Cent = 3,60 Euro (Hin- und Rückweg)
  • Minutenpreis Monat:   3,60 Euro x 20 Tage = 72 Euro
  • Gesamter Monatspreis: 72 Euro Minutenkosten + 40 Euro Leihgebühr = 112 Euro
    _______________________
  • Gesamte Jahreskosten: 112 Euro x 12 Monate = 1344 Euro

Solche Leih E-Scooter sieht man immer öfter. Einen preislichen Vorteil bieten sie aber nur selten.

Allerdings sollte hier erwähnt werden, dass natürlich auch Urlaubs- oder etwaige Krankheitstage in die Rechnung miteinfließen müssen und den Preis auf den ersten Blick senken – eine erweiterte Privatnutzung ist dort aber ebenfalls nicht mit inbegriffen, die den Preis ebenso beeinflussen würde.

Die Flexibilität als sekundäres Argument

Wer vor allem flexibel unterwegs sein möchte, der sollte sich einen E-Scooter tatsächlich kaufen. Leihroller bieten hier zu viele Nachteile. Leihroller müssen geholt und abgegeben werden. Man ist auf die Verfügbarkeit (im besten Fall in der Nähe) angewiesen. Leihroller bieten auch nicht immer einen hundertprozentig aufgeladenen Akku, sondern manchmal ein paar Prozent weniger – das ist im Normalfall kein Problem, kann aber in seltenen Fällen äußerst ärgerlich sein. Ebenfalls störend: Wer mit seinem Leihroller beispielsweise zum Bäcker fährt, um Brötchen zu holen, der kann das auch mal bereuen. Man stelle sich vor, man muss beim Bäcker zwanzig Minuten anstehen bis man drankommt, dann kommt wieder heraus und der Roller ist weg, weil ihn jemand anderes mitgenommen hat.

Stadt vs. Dorf

Wer auf dem Dorf wohnt, dem bleibt meist nur die Option, sich einen E-Scooter zu kaufen. Die Möglichkeit einen Roller schnell zu leihen, ist in vielen Fällen noch den größeren Städten vorbehalten. Und selbst wenn es auf ländlichen Gebieten die seltene Leih-Chance geben sollte, so sind die Stationen oft weit entfernt und die gewünschten Kilometer, die man überbrücken muss, sind oft sehr lange.

E-Scooter zum leihen sind derzeit fast nur in Städten (hier: Frankfurt am Main) zu finden.

Ein eigener E-Roller bietet den Komfort ihn zu Hause aufzuladen und ihn jederzeit nutzen zu können. Ein unschlagbarer Pluspunkt im Vergleich zu den sonst mauen Optionen, die sich auf dem Land bieten. Der geneigte Stadtmensch bekommt immerhin die sinnvolle Auswahl, für was er sich nun genau entscheiden möchte.

Fazit: Vielnutzer profitieren massiv vom Kauf

Als Pendler ist das so eine Sache, denn ein Leih-Roller kann durchaus Sinn machen, wenn er in begrenzten Rahmen genutzt wird. Allerdings ist ein gekaufter E-Scooter eigentlich in fast allen Fällen smarter, da kosteneffektiver. Vor allem, wenn er auch außerhalb des abgesteckten Gebiets genutzt werden soll. Zudem bietet ein gekaufter Roller bedeutend mehr Flexibilität in der Nutzung und mehr Freiheiten beim Bewegungsradius. Außerdem, und das sollte nicht unterschätzt werden, fühlt es sich besser an, einfach dorthin zu fahren, wohin man möchte und das ohne immer die Fahrzeit im Auge zu haben und die Kosten zu schätzen. Leihroller punkten eigentlich nur in seltenen Fällen (Urlaub zum Beispiel, Einmalnutzung), aber nicht eher nicht im alltäglichen Gebrauch. Wer den Roller oft nutzt, der hat die Anschaffungskosten meistens schon innerhalb der ersten 10 – 12 Wochen Nutzungsdauer wieder rausgeholt und allein dieser Aspekt zeigt den klaren Sieger auf.

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