In regionaler Sache: E-Scooter und Straßenlaternen – TREKSTOR und das Goethe Gymnasiums Bensheim

F. Sinner hat gepostet

Das die Firma TREKSTOR nun bereits seit geraumer Zeit eine Vielzahl unterschiedlicher E-Scooter herstellt, ist längst kein Geheimnis mehr. Neu ist aber eine Idee des Nachwuchsentwickler-Teams Goethe RobotX vom Goethe Gymnasium Bensheim, die äußerst verwandt zu unserem derzeitigen Produktportfolio scheint. Aus diesem Grund haben wir bei den Nachwuchswissenschaftlern leise angeklopft und gefragt, ob sie etwas Unterstützung benötigen, damit diese bei der diesjährigen First-LEGO-League für ordentlich Furore sorgen können. Was allerdings E-Scooter mit Straßenlaternen gemein haben und warum die Idee des Team Goethe RobotX so einfach wie genial ist, erklären wir euch jetzt Schritt für Schritt – denn das Thema ist durchaus vielschichtig.

Die First-LEGO-League

Die First-LEGO-League (FLL) ist ein international angesehener Nachwuchswettbewerb für Robotik, mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche für komplexe Themen wie Wissenschaft und Forschung zu begeistern. Dort kämpfen einzelne Teams gegeneinander und müssen sich in den Themenfeldern Robotik und Forschung behaupten; mit einem besonderen Augenmerk auf ein ausgeklügeltes Teamwork. Im Ligamodus treten die einzelnen Schulteams erst in regionalen Wettbewerben gegeneinander an, qualifizieren sich dann für einen Europa-Showdown und haben im optimalen Falle sogar die Chance auf den prestigeträchtigen Weltmeistertitel. Und eben eines dieser Teams, die in der FLL um die Krone kämpfen, ist das Team Goethe RobotX.   

Team Goethe RobotX

Das Team Goethe RobotX besteht aus 10 Mitgliedern – zwei Mädchen und acht Jungs. Dabei hat die Schulmannschaft eine lange Tradition, denn das Goethe Gymnasium Bensheim stellt nun bereits zum neunten Jahr in Folge ein Forschungsteam für die Liga. Und 2018 reichte es sogar zum ganz großen Wurf, als RobotX durch die Qualifikationsrunden peitschte und am Ende den begehrten Weltmeistertitel in Detroit gewinnen konnte. Einen ähnlichen Erfolg wünschen sich jetzt die Nachfolger der Weltmeister, die sich ähnlich hohe Ziele gesteckt haben. Und dahinter steckt nicht nur ein frommer Wunsch, sondern richtig viel Arbeit, denn das Team trifft sich bereits seit dem letzten August einmal die Woche. Umso näher der Wettbewerb rückt, umso öfter wird sich getroffen − gegen Ende wichtiger Deadlines sogar jeden Tag, sogar während der Schulferien.

Gruppenfoto des letztjährigen RobotX Teams. Das aktuelle Gruppenfoto wird im nächsten Artikel natürlich nachgereicht.

„Unser Ziel ist es dieses Jahr mindestens die Finals von Zentral-Europa zu erreichen, da wir dieses Jahr einige Fehler vom vergangenen Jahr beseitigen konnten“, freut sich Teamcoach Jonathan Blumann, „aber natürlich gehen wir zu jedem Wettbewerb mit ordentlich Respekt vor der Konkurrenz. Man weiß nie, wie sich die seit letztem Jahr verbessert hat.“

Die Idee: E-Scooter Strom aus dem Laternenmast

Das Forschungsthema der diesjährigen First-LEGO-Liga heißt „City Shaper“, also die technische Neugestaltung einer Stadt. Eine typische deutsche Stadt hat tausende von Laternenmasten, die in regelmäßigen Abständen voneinander aufgestellt werden. Wenig überraschend machen sie Licht, wenn es dunkel wird. Darüber hinaus bringt ein Laternenmast allerdings keine Vorteile mehr mit sich und erst recht nicht am helllichten Tag. Aber was wäre, wenn man das ändern könnte? Was wäre, wenn Straßenlaternen mehr könnten? Was wäre, wenn man einen E-Scooter an jeder beliebigen Straßenlicht laden könnte, statt nur daheim oder an spärlichen Ladestation, die zudem erst gefunden werden müssen? „Aktuell gibt es noch keine effiziente Lösung, um E-Scooter effizient aufzuladen. Diese werden zurzeit abends von sogenannten „Juicern“ eingesammelt und aufgeladen. Dafür werden größtenteils Autos benutzt, was natürlich nicht sehr umweltfreundlich ist. Des Weiteren werden eScooter meistens nach der Nutzung ungeordnet abgestellt, was gerade in Innenstädten zum Problem werden kann“, beschreibt Jonathan Blumann das aktuelle Problem und deutet damit auf den Lösungsansatz des Teams hin. Die Idee ist clever durchdacht: Laternen gibt es überall und diese sind bereits jetzt schon an das städtische Stromnetz angeschlossen und können daher perfekt als Ladeanlaufstelle für Scooter umfunktioniert werden. Menschen bekommen durch mehr Flexibilität noch mehr Anreiz, auf das schädlichere Auto zu verzichten und sich stattdessen verstärkt elektrisch durch die Straßen zu bewegen.

Die TREKSTOR GmbH

Als wir von der Idee von Team Goethe RobotX gehört haben, waren wir direkt Feuer und Flamme. Junge technikbegeisterte Menschen, die an einem Problem arbeiten, mit dem wir als Anbieter von E-Scootern ebenfalls indirekt zu tun haben? Ideal! Und da sich die Schule ohnehin in Bensheim befindet, kommt noch der regionale Bezug hinzu, den wir in Zukunft gerne noch verstärkter fördern würden. In diesem Fall stellen wir drei E-Scooter für die Forschungszwecke und stehen als Ansprechpartner für die Projektorganisation jederzeit zur Verfügung. Wir hoffen, dadurch eine tatkräftige Unterstützung zu sein, damit sich die harte Arbeit für die Mannschaft letztlich auszahlt. Wir drücken Euch die Daumen!

Für das Team Goethe RobotX steht am nächsten Sonntag, dem 19. Januar Der Regionalentscheid in Darmstadt auf dem Programm. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie die Reise weitergeht.

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