Der eSport und die astronomischen Höhen der Preisgelder

F. Sinner hat gepostet

Der eSport ist eine kompetitive Herausforderung, die primär von schnellen Reflexen und einer hohen Konzentration dominiert wird. Solche Online-Videospiele erfreuen sich höchster Beliebtheit und damit steigt natürlich auch gleichzeitig das Interesse an einem Wettbewerb, bei dem die Besten der Besten aufeinandertreffen. Die Zahlen zum eSport können sich mittlerweile sehen lassen und über diverse Streaming-Plattformen schauen mittlerweile mehr Menschen zu, als bei so anderen „echten“ Sportarten. Und obwohl die Frage nach wie vor nicht geklärt wird, ob der eSport tatsächlich ein körperlicher Sport im klassischen Sinne ist, so tut dies der steigenden Beliebtheit keinen Abbruch. Vor allem die Preisgelder der großen Turniere haben in den letzten Jahren einen ordentlichen Sprung gemacht und es ist unglaublich, bei welchen Beträgen wir mittlerweile landen. Deshalb haben wir uns den Preispool der beliebtesten Wettkampf-Videospiele genauer angesehen und kommen zu dem Schluss, dass es sich hier um einen äußerst lukrativen Job handelt.

Ein eSport-Star hat am Karriereende ausgesorgt

Es ist kein Geheimnis, dass es im eSport viel Geld zu verdienen gibt. Mittlerweile verdienen professionelle eSportler ein festes Gehalt, dass bei Top-Spielern auch die Millionengrenze knacken kann. Hinzu gesellen sich üblicherweise die Siegprämie der großen Turniere, die das Gehalt zudem durchaus verdoppeln können. Man kann hier also sehen, dass der eSport definitiv Millionäre hervorbringt – selbst wenn es sich dabei nur um einen kleinen Gamer-Prozentsatz handelt.

Im eSport-Bereich kann in kürzester Zeit unglaublich viel Geld gemacht werden - wenn man denn gut genug ist.

Bemerkenswert ist allerdings der Werdegang der Gehälter und Preisgelder, die in den letzten fünf Jahren um knapp 50 Prozent angestiegen sind und ein Ende der Fahnenstange scheint noch lange nicht erreicht, denn der eSport befindet sich immer noch in relativen Kinderschuhen.

Starcraft 2 – Micro-Management der Spitzenklasse

Auf den hinteren Plätzen der Top-Preisgeldausschütter liegt Entwickler Blizzard mit ihrem erfolgreichen Strategiespiel Starcraft 2. Das Spiel ist besonders in Asien beliebt und führt dort regelmäßig zu komplett ausverkauften Hallen oder gar Stadien. Im Jahr 2018 wurden für Starcraft 2 in den größten Turnieren rund 4 Millionen US-Dollar an Preisgeldern ausgeschüttet. Die erfolgreichsten Spieler kommen dort auf ungefähr 600.00 bis 700.00 US-Dollar an Turniereinnahmen – allein nur durch die Siegprämien. Das bezahlte Grundgehalt des Teams ist hier selbstverständlich noch nicht mit eingerechnet.

Playerunknown’s Battlegrounds (PUBG) – ein echtes Phänomen

Der Battle-Royal-Shooter PUBG ist ein echtes Phänomen, denn er eroberte quasi über Nacht die Videospielwelt, machte ein komplettes Genre (Battle Royal) in Windeseile salonfähig und war gleichzeitig der Grund für zahlreiche berühmte Nachahmer (Fortnite!). Auch im eSport lässt sich da richtig was holen, denn über PUBG wurden 2018 Preisgelder im Wert von 7 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Allein beim PUBG Global Invitational 2018 konnte der Sieger bemerkenswerte 1.000.000 US-Dollar mit nach Hause nehmen.

League of Legends – der ehemalige Platzhirsch

Auch wenn League of Legends (LoL) nicht mehr der Platzhirsch der vergangenen Tage ist, so wurden dort letztes Jahr dennoch doppelt so viel Preisgelder ausgeschüttet, wie beim Shooter PUBG. Über 14 Millionen US-Dollar wurden unter den Spielern aufgeteilt. Wirklich unfassbar: Bei der LoL-Weltmeisterschaft 2018 bezifferte sich das Preisgeld des Sieger-Teams auf knapp 6,5 Millionen US-Dollar. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird der Preispool dieses Jahr noch einmal ein ganzes Stück höher sein, da die Zahlen bislang immer gestiegen sind. Das bringt uns auch zum spannenden Fun Fact: 2010 wurden über das gesamte Jahr verteilt, gerade einmal 28.000 US-Dollar an die Spielerschaft ausgezahlt. Verrückter Anstieg, oder?

Counterstrike: GO – immer noch populär

Obwohl das Spiel zumindest in der deutschen Medienlandschaft einen zweifelhaften Ruf hat (Killerspieldebatte), so tut dies der wahnsinnigen Popularität keinen Abbruch. Der Nachfolger des berühmten Counter-Strike: Global Offensive hat mittlerweile die Konkurrenten League of Legends oder Fortnite hinter sich gelassen und 2018 einen gigantischen Preispool von 22,5 Millionen US-Dollar ausgezahlt. Zwar fallen die Siegprämien bei Turnieren im Vergleich relativ gering aus (unter eine Millionen Dollar), doch holt das die schiere Anzahl an Turnieren mit damit verbundenen Gewinnen direkt wieder raus. Mittlerweile vergeht kaum mehr ein Wochenende, an dem man nicht an einem professionellen CS:GO-Turnier teilnehmen kann.

Dota 2 – der heilige Gral für eSportler

Der Name Dota 2 ist in Videospielkreisen eine echte Institution und jedem bekannt, der im Online-Gaming etwas auf sich hält. Denn hier sprechen wir schließlich vom eSport-Olymp bei dem es mehr Geld zu holen gibt, als wo anders sonst. Wer hier gewinnt, der kassiert richtig und kann sich innerhalb kürzester Zeit eine goldene Nase verdienen. 2018 betrug der ausgezahlte Preispool von Dota 2 sagenhafte 41,4 Millionen US-Dollar – kein Videospiel war auch nur ansatzweise so lukrativ, wie das taktikbasierte MOBA. Und jetzt passt auf: Das Team, dass sich die Krone bei der Dota 2 Weltmeisterschaft „The International“ aufsetzen durfte, nahm eine saftige Prämie von über 25 Millionen Dollar mit nach Hause. Kann man mal machen oder was denkt Ihr?

< zurück

Einen Kommentar schreiben