Windows 7 und die wichtige Sache mit der Sicherheit

F. Sinner hat gepostet

Auch im Jahre 2019 ist Windows 7 ein nach wie vor oft vertretenes Betriebssystem – trotz bereits zwei Nachfolgern, die um die Gunst der Kunden werben. Schätzungen gehen davon aus, dass derzeit noch knapp jeder vierte PC auf der Welt unter Windows 7 läuft. Grundsätzlich ist es nie verkehrt, eine Wahl zu haben und sich frei im weitreichenden Software-Pool auszutoben und zu nutzen, was einem persönlich gefällt. Im Falle von Windows 7 könnte dies aber bald kritisch werden, denn Anfang 2020 läuft der offizielle Support seitens Microsofts aus. Und das verändert für Windows 7 Nutzer einiges und jeder, der nach wie vor noch von der siebten Windowsversion überzeugt ist, sollte sich unbedingt rechtzeitig über die potenziellen Gefahren informieren.

Warum beendet Microsoft am 14. Januar 2020 den Support?

Windows 7 erblickte am 22. Oktober 2009 ganz öffentlich das Licht der Welt und entwickelte sich schnell zum vielleicht beliebtesten Windows-Ableger aller Zeiten. Es bestach durch einen aufgehübschten Look, vielen neuen Zusatzfunktionen, einer leichteren Bedienung und verbesserten Support für Computerspiele. Doch irgendwann muss auch bei den beliebtesten Programmen das Licht ausgemacht werden und das hat gleich mehrere Gründe: zum einen befindet sich grundsätzlich jedes Produkt irgendwann am Ende des Support-Zeitraums (und 10 Jahre Support sind ordentlich), zum anderen fehlen Windows 7 zusehends Features, die im Jahr 2019/2020 einfach vom Kunden vorausgesetzt werden – vor allem muss ein Betriebssystem mittlerweile auf Touch-Oberflächen angepasst sein und das ist Windows 7 einfach nicht.

Bald ist Schluss mit Sicherheitspatches bei Windows 7. Wir empfehlen dringend den Wechsel!

Zudem möchte Microsoft natürlich seine Nachfolgersoftware besser promoten und mehr in den Fokus rücken. Was bei Windows 8 noch nicht wirklich funktioniert hat, klappt jetzt mit Windows 10 bedeutend besser. Die aktuellste Windows-Version ist schon ordentlich ausgereift und eine absolute Alternative, wenn man sich von Windows 7 entfernen möchte bzw. muss.

Was ist so schlimm am Support-Ende von Windows 7?

Nun, im ersten Augenblick werden Nutzer die offizielle Einstellung des Supports überhaupt nicht bemerken. Bereits im Herbst 2014 stoppte Microsoft die Lizenzauslieferung an Business-Partner und seit Januar 2015 wurde die Funktionsentwicklung eingestellt und nur noch der erweiterte Sicherheitssupport angeboten. Bedeutet: Am Aussehen oder den Funktionalitäten von Windows 7 wird sich nichts mehr ändern, sehr wohl aber im nicht sichtbaren Hintergrund.

Stellen Sie sich vor, was Kriminelle mit einfach erbeuteten Zugangs- oder Kreditkartendaten machen könnten.

Denn ab dem Januar 2020 gibt es keine Sicherheitspatches mehr, was dann euer System sperrangelweit für Angriffe von außerhalb öffnet, da kritische Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen werden. Selbst der beste Virenscanner kann diese Lücken nicht schließen und jeder Nutzer läuft dann erhöhtes Risiko, Opfer einer Straftat zu werden. Wer vorher ein langjähriger Windows XP Besitzer gewesen ist (bei dem der Support in den vergangenen Jahren ebenso ausgelaufen ist), der wird wissen, warum und wie man wechseln sollte.

Auf welches Betriebssystem soll ich dann wechseln?

Der naheliegendste Fall wäre Microsofts Windows 10. Dieses System ist (ganz im Gegensatz zu Windows 8) bei den Kunden äußerst bliebt und weiß mit einem frischen Look sowie einer hohen Systemstabilität zu gefallen. Vor allem die Touch-Unterstützung und der neue App-Marktplatz sammeln ordentlich Bonuspunkte. Wechselt man auf Windows 10 kann man sich zudem sicher sein, noch viele Jahre von neuen Funktions- wie auch Sicherheitsupdates zu profitieren und erstmal Ruhe zu haben.

Würde mich ein Wechsel auf Windows 10 etwas kosten?

Ja, mittlerweile ist der Wechsel auf eine Windows 10 Lizenz mit Kosten verbunden. Zum Launch des aktuellen Betriebssystems hatten Nutzer eine längere Spanne Zeit, um gratis aufzurüsten. Dieser Zeitrahmen ist mittlerweile allerdings verstrichen und daher wird die Gebühr für den Lizenzkauf fällig. Es scheint aber noch Einzelfälle zu geben, die mit Hilfe des offiziellen „Microsoft Creation Tool“ einen USB-Stick mit Windows 10 erstellen können und dadurch gratis wechseln. Dieses Vorgehen haben wir allerdings nicht selbst getestet und können daher keine Empfehlungen oder Anleitungen anbieten.

< zurück

Einen Kommentar schreiben

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
OK