Bußgeldkatalog für E-Scooter – Das gilt es zu beachten

F. Sinner hat gepostet

Wer öfter mal in einer größeren Stadt unterwegs ist, der wird sicherlich die Vielzahl an E-Scootern entdeckt haben, die mittlerweile durch die Straßen flitzen. Aber auch auf dem Land werden Elektroroller vor allem im Privatgebrauch immer beliebter, denn schließlich sind sie eine relativ kostengünstige Alternative, um sich schnell und komfortabel fortzubewegen. Der sich andeutende Popularitätsanstieg der elektrischen Gefährten bedeutet allerdings auch ein Umdenken im Straßenverkehr, denn jetzt muss eine Fahrzeuggattung beachtet werden, die es so zuvor noch nicht wirklich gegeben hat. Die logische Konsequenz für den Gesetzgeber: den Bußgeldkatalog erweitern und Regeln für die Nutzung eines E-Scooters festlegen. Und diese gilt es zu beachten, ansonsten muss das Portemonnaie gezückt und die Strafe bezahlt werden. Wir erklären euch, welche Vorschriften unbedingt eingehalten werden sollten.

Keine ABE für das Fahrzeug – 70 Euro

Der wichtigste Aspekt bei der Straßennutzung eines Elektrorollers ist, ob er überhaupt für die offizielle Fortbewegung zugelassen wurde. Denn nicht zugelassene Roller sind in Deutschland verboten und die Nichteinhaltung wird mit 70 Euro saftig bestraft. Aus diesem Grund sollte man unterwegs immer die Allgemeine Betriebserlaubnis (= ABE) mit sich führen, um diese bei Bedarf vorzuzeigen. Letztlich ist dies vergleichbar mit der Fahrt eines Autos, bei der ebenfalls immer alle relevanten Papiere mitgeführt werden müssen.

Fahrt ohne Versicherungsschutz – min. 40 Euro

Wer einen eigenen E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von min. 6 km/h fahren möchte, der benötigt einen Versicherungsschutz. Daran gibt es nichts zu rütteln und wer diese Regel missachtet, der wird bei einer potenziellen Kontrolle zur Kasse gebeten. Keine Versicherungsplakette auf dem Gefährt bedeutet automatisch 40 Euro Bußgeld. Aber das ist – unter gewissen Umständen – noch nicht alles, denn es obliegt den Beamten, eine zusätzliche Strafanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz einzuleiten.

Ohne Versicherung zu fahren, kann der teuerste Fehler sein, den Ihr bei einem E-Scooter machen könnt. Unbedingt vermeiden!

Ist dies der Fall, dann muss man mit weiteren Kosten im niedrigen bis mittleren dreistelligen Betrag rechnen – zusätzlich zum 40 Euro Bußgeld wohl gemerkt. Wenn man bedenkt, dass eine Rollerversicherung ungefähr im Bereich von 30 – 50 Euro jährlich liegt, lohnt sich eine Missachtung eigentlich überhaupt nicht.

Unfall auf einer nicht erlaubten Fläche – 30 Euro

E-Scooter sind grundsätzlich nur für die Fahrt auf Rad- oder Fahrradstreifen zugelassen. Die einzige Ausnahme: Existiert keine dieser Streifen, darf auf die Straße ausgewichen werden – aber auch nur dann. Wer ansonsten auf einer nicht erlaubten Fläche unterwegs ist und dabei in einen Unfall verwickelt wird, muss 30 Euro blechen.

Unfälle sind nie gut. Ein Unfall auf einer unerlaubten Fläche tut dann aber gleich doppelt weh.

Fährt man auf einer verbotenen Fläche und gefährdet Verkehrsteilnehmer werden immerhin noch 25 Euro Bußgeld fällig. Und wer es sich auf der verbotenen Fläche bequem macht, ohne einen Unfall zu verursachen oder ohne jemanden zu gefährden, muss dennoch 20 Euro in die Staatskasse einzahlen. Achtet also immer auf die erlaubten Wege, um unnötigen Strafen aus dem Weg zu gehen.

Roller entspricht nicht den Sicherheitsanforderungen – 25 Euro

Grundsätzlich werden Roller von seriösen Anbietern mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis und den damit erforderlichen Sicherheitsbestimmungen ausgeliefert. Bedeutet: Zwei Bremsen, Signalton, Reflektoren und Beleuchtung sind so vorhanden, wie es der Gesetzgeber vorschreibt. Sollte der Roller diese Punkte nicht erfüllen, der wird nach 25 Euro gefragt. Wer keinen Signalton abgeben kann, zum Beispiel weil die Klingel fehlt, der wird immerhin noch 15 Euro Strafe begleichen müssen.

Beliebter Fehler kosteen ebenfalls – 10 Euro

Einer der beliebtesten Fehler bei der Scooter-Nutzung ist die Mitnahme einer zweiten Person auf dem Gefährt. Allerdings ist dies laut Gesetz nicht erlaubt, selbst wenn zu zweit das maximale Nutzgewicht unterschritten wird. Wer dabei erwischt wird, der darf sich über eine Rechnung von 10 Euro freuen. Den gleichen Strafbetrag muss man übrigens auch entrichten, wenn man freihändig unterwegs ist, wenn eine Richtungsänderung nicht angezeigt wird oder wenn das Fahrzeug keine gültige Fahrzeug-Identifikationsnummer vorweisen kann. Diese kleinen ärgerlichen Bagatellen kann man also ziemlich einfach einsparen, wenn man sich an die kleinen, aber feinen im Verkehrsalltag hält. Easy!

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